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Was tun bei einer Messiewohnung?

3. September 2024 · Wohnungsverwaltungs GmbH Friedrichroda

Extrem vermüllte Wohnungen – sogenannte Messiewohnungen – stellen Hausverwaltungen vor besondere Herausforderungen. Abgesehen vom Geruch und dem Ungeziefer, der sich in solchen Wohnungen schnell einstellt, geht von starker Vermüllung auch eine ernsthafte Gefahr für Mitbewohner und das Gebäude aus: Fluchtwege können versperrt sein, Brandlasten erhöhen das Risiko, und Feuchtigkeit kann sich unbemerkt im Mauerwerk festsetzen.

Woran erkennt man das Problem?

Oft kommen die ersten Hinweise von Nachbarn: anhaltende Gerüche aus der Wohnung, sichtbare Unmengen von Gegenständen auf dem Balkon, oder Ungeziefer im Treppenhaus. Manchmal fällt es auch bei Handwerkerbesuchen oder Ablesearbeiten auf.

Was unternimmt die Hausverwaltung?

Als erstes führen wir ein Gespräch mit dem betroffenen Mieter – stets respektvoll und ohne Vorwürfe. Messie-Syndrom ist in vielen Fällen eine psychische Erkrankung, kein Charakterfehler. Wir versuchen, gemeinsam mit dem Mieter Lösungswege zu finden und vermitteln bei Bedarf Kontakte zu sozialen Beratungsstellen.

Rechtlich ist die Situation klar: Der Mieter ist verpflichtet, die Wohnung in einem Zustand zu erhalten, der keine anderen Mieter oder die Bausubstanz gefährdet. Wenn Gespräche nicht helfen und eine ernsthafte Gefahr besteht, können wir als Hausverwaltung im äußersten Fall rechtliche Schritte einleiten.

Was können Nachbarn tun?

Wenn Sie als Mieter Hinweise auf eine vermüllte Nachbarwohnung haben, melden Sie sich bitte bei uns – vertraulich und ohne Scheu. Wir gehen jedem Hinweis nach und handeln diskret. Je früher wir informiert werden, desto einfacher lässt sich das Problem lösen.

Kontakt: 03623-362410 oder info@wohnen-friedrichroda.de